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CAKE, Schnarchnasen und Stinker

„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!“

Frankfurt am MainDemnach sollten die Auftritte von CAKE im März nicht die einzigen in Europa bleiben, denn die Band spielte Anfang Juli erneut in Europa und dieses Mal sogar auf heimischen Boden – in der Essigfabrik in Köln. Köln liegt zwar nicht gerade um die Ecke, aber im Vergleich zu London oder gar Kalifornien ist es dann doch nur eine geringe Entfernung. Geschickter Weise liegt auf dem Weg dorthin auch noch Frankfurt und somit bot sich die Tour an auch mal wieder liebe, aber selten besuchte Menschen wieder zu sehen. Mehr …

LaBrassBanda



Seit zwei Jahren läuft diese Band in den Eigenen-4-Wänden-Top10 hoch und runter und nun ergab es sich, daß wir hier in Regensburg einmal live in den Genuß derselbigen kommen konnten. So standen wir also gestern Abend unter einem klaren Sternenhimmel und haben zu den Sounds von LaBrassBanda gerockt was das Zeug hält.


LaBrassBanda? Wos is‘ jetzt des?
Wer unter Wikipedia unter LaBrassBanda sucht, der wird die Beschreibung einer Band finden, die in den Genres „Bayrische Volksmusik, Brass & Punk“ spielt. Ich würde ja noch eine Spur Techno, Rap und Heavy Metal hinzufügen. Das kann man sich vielleicht schlecht vorstellen, ist aber in der Performance dieser Gruppe eine absolut geniale Geschichte.
Die Band besteht aus fünf bayrischen Buam, welche gerade durch die Besetzung der Blasinstrumente glänzen. Wer bisher etwa eine Trompete, eine Posaune oder gar eine Tuba als langweilig empfunden hat, der wird hier mehr als nur eines Besseren belehrt: Man findet wohl kaum etwas berauschenderes als diese Kombination – und das noch untermalt mit bayrischen Texten. LaBrassBanda haben einen gewaltigen Zug und rocken mehr als jede klassische Bandbesetzung. Letzten Endes sind das aber nur hohle Worte und auch die Videos können nur einen Hauch von dem vermitteln, was einen auf einem Konzert erwartet. Und selbst die Alben sind nur halb so gut wie das Liveerlebnis. Wer also kann, sollte sich dieses Ereignis auf keinen Fall entgehen lassen. Die Tourdaten findet man auf der Band-Homepage und unter anderem treten die Jungs auch Ende September in Frankfurt am Main in der Brotfabrik auf. Hingehen!





Nachtrag: YouTube-Video vom Konzert (leider mit einer schlechten Tonqualität)



Die Dult



Dult-1Dult-2Wer dieser Tage durch Regensburg läuft, der wird zwangsläufig auf ein Ereignis treffen, welches schon von weitem mit viel Lärm und monströsen Aufbauten auf sich aufmerksam macht: Die (Mai-)Dult. Wie in Wikipedia zu erfahren ist, kommt der Begriff aus dem gotischen und bedeutet so viel wie „ausgelassenes Fest“ – und genauso wird das hier auch verstanden. Während früher eine Dult noch zu Ehren diverser Heiliger veranstaltet wurde, so ist sie mittlerweile als reiner Jahrmarkt zu sehen. Demnach gibt es Fahrgeschäfte, Losbuden, Schießbuden, Bierzelte und zig Stände in denen mehr oder weniger (eher weniger) sinnvolle Waren feilgeboten werden. Von der Größe her ist die Regensburger Dult kleiner als etwa die Dippemess‘, aber dafür auch übersichtlicher und einfacher zu begehen. Etwas gewöhnugsbedürftig aus meiner Sicht sind die recht häufig anzutreffenden Besucher in heimischer Tracht. Dult-3Dult-4Dult-5Somit läuft knapp jede/r dritte Besucher/in in Lederhosen oder Dirndl herum. Geschädigt durch frühkindliche Erfahrungen mit Lederhosen käme für mich da ja nur schottische Tracht in Frage… Ich muß doch irgendwann mal nach Schottland.

Nigel Kennedy



Man würde es ja nicht für möglich halten, aber Nigel Kennedy ist doch tatsächlich vor knapp drei Wochen hier in Regensburg aufgetreten. Und das auch noch bequeme zehn Fußminuten von uns entfernt im Audimax der hiesigen Universität. Da musste man ja schon zwangsläufig hingehen und sich von dem „Violinen-Punk“ akustisch verzaubern lassen. Zumindest trifft das für die erste Hälfte des Konzerts zu in der er Bach zum besten gab. Die zweite Hälfte bestand dann aus seiner zweiten Leidenschaft – dem Jazz. So sehr der Meister klassische Werke zur Vollendung bringen kann, so sehr missfallen mir seine Interpretation im Jazz. Den Begriff der Jazzgeige an sich finde ich ja schon aberwitzig genug. Aber wenn es ihm Spaß macht und man schon einmal in den Genuß gekommen ist, ihn „Die vier Jahreszeiten“ spielen zu hören, so würde man ihm selbst das Spielen von Led Zeppelin auf der Geige verzeihen können. Go on Mr. Kennedy!

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